Der Duft von Rosmarin soll die Erinnerung an die Liebe wachhalten – mich erinnert er an die Toskana, an warme Nächte und heiße Tage, an Gerichte voller Geschmack und an Rotwein voller Würze und an ...
Wissenswertes
Rosmarin – „Weihrauch der Armen“
Eines der ältesten Kräuter, die traditionell zum Räuchern genutzt werden ist Rosmarin. Antiken Autoren wie Dioskurides und Plinius nannten den Rosmarin Libanotis oder Dendrolibanon - Namen, die sich vom griechischen Wort „libanos“ für Weihrauch ableiten. Da echter Weihrauch für die ärmere Bevölkerung nicht verfügbar war, griff man auf Rosmarin-Zweige zurück, daher auch die Bezeichnung „Weihrauch der Armen“.
Rosmarin als Kraut der Erinnerung
Rosmarin war in der Antike der Göttin Aphrodite geweiht und hatte in vielen Kulturen eine große kultische Bedeutung als Kraut der Erinnerung und der Sehnsucht, sollte er doch die Erinnerung an die Liebe wachhalten. Bei Hochzeiten wurde Rosmarin traditionell in Brautsträuße und Brautkränze eingearbeitet, während Gäste Rosmarin-Zweige zum Anstecken bekamen. Als Kraut der Erinnerung und Trauer spielte Rosmarin in rituellen Zusammenhängen eine wichtige Rolle. Bereits im Alten Ägypten wurde er in Tempeln bei Bestattungs- und Opferritualen verbrannt. Bei den Griechen und Römern wurde er Toten mit in den Sarg gelegt - dieser Brauch hat sich in einigen Regionen Italiens bis heute erhalten.
Rosmarin als Kraut der Klarheit und des Schutzes
Dem Duft von Rosmarin wurde traditionell nachgesagt, mit Klarheit und Erinnerung in Verbindung zu stehen. Im antiken Griechenland trugen Gelehrte daher Rosmarin-Kränze auf dem Haupt, um den Kräuterduft einzuatmen. Auch heute wird Rosmarin häufig im Umfeld von konzentrierter Arbeit eingesetzt – etwa in Form von ätherischen Ölen, die über eine Duftlampe im Raum verteilt werden.
Jahrhundertelang nutzte man Rosmarin und andere Kräuter zum Räuchern in Wohnräumen und Stallungen. In Zeiten von Epidemien wie der Pestepidemie im 14. Jhd. trug man häufig Kräuterbeutel bei sich, um die enthaltenen Düfte einzuatmen. Übrigens, die bei uns bekannten Pestmasken mit dem langen Schnabel sind nur in Italien und Frankreich belegt und tauchen erst 1661 auf.
Meine eigenen Rosmarin-Duft-Rezepte
Das nehme ich für eine Anwendung mit der Räucherschale
Eine feuerfeste Räucherschale ~ ein Stück Räucherkohle ~ etwas Sand ~ ca. 1 TL Rosmarin-Nadeln (Salvia rosmarinus) ~ und ein kleines Lächeln, denn: Lächle – und die Welt lächelt zurück!
So entsteht meine Anwendung mit der Räucherschale
[1] Eine feuerfeste Räucherschale mit etwas Sand füllen. [2] Ein Stück Räucherkohle mit einer Zange halten und vorsichtig entzünden. [3] Sobald die Kohle glüht, auf den Sand legen. [4] Ist die Kohle weiß durchgeglüht, die Rosmarin-Nadeln auf die Kohle legen. Hier entsteht der Duft: Durch die Hitze lösen sich die ätherischen Öle aus den Nadeln und werden im Rauch wahrnehmbar und … genieße den Moment!
Hinweis: Qualität und Verträglichkeit der Zutaten beeinflussen das Ergebnis – wähle sie bewusst entsprechend Deiner persönlichen Verträglichkeit aus. Achte auf eine hitzebeständige Unterlage und lasse die glühende Kohle nicht unbeaufsichtigt. Räume während und nach der Anwendung gut lüften.
Das nehme ich für eine Anwendung mit der Duftlampe
Eine Duftlampe für ätherisches Öl mit Teelicht ~ etwas Wasser ~ ätherisches Rosmarin-Öl in guter Qualität ~ und ein kleines Lächeln, denn: Lächle – und die Welt lächelt zurück!
So entsteht meine Anwendung mit der Duftlampe
[1] Die Schale der Duftlampe mit etwas Wasser füllen [2] Einige Tropfen Rosmarin-Öl hinzufügen. [3] Das Teelicht anzünden und … genieße den Moment!
Hinweis: Qualität und Verträglichkeit der Zutaten beeinflussen das Ergebnis – wähle sie bewusst entsprechend Deiner persönlichen Verträglichkeit aus. Achte auf eine gute Qualität des ätherischen Öls und gehe sparsam mit der Dosierung um. Empfindliche Personen können auf intensive Düfte reagieren.
Wie Kräuter wirken
Ätherische Öle in der Aromatherapie
Um sich gegen wild wachsende Konkurrenz durchzusetzen, Bestäuber anzuziehen und Schädlinge abzuwehren, bilden einige Kräuter besonders hohe Konzentrationen ätherischer Öle aus, die sich häufig in Blättern oder Blüten befinden, aber auch im Holz, in der Wurzel oder im Harz. Besonders unter sonnig-heißen oder trockenen Bedingungen ist ihre Konzentration oft höher, da die Pflanze unter diesen Umständen verstärkt Schutz- und Anpassungsmechanismen ausbildet.
Chemisch handelt es sich bei ätherischen Ölen um leicht flüchtige Verbindungen, die sich bei Wärme oder durch mechanische Einwirkung – etwa beim Reiben oder Schneiden – aus den Pflanzenteilen lösen, dadurch werden sie für uns als Duft wahrnehmbar. Ätherisches Öl vermischt sich nicht mit Wasser und ist daher ein Duftträger im Wasser von Duftschalen.
In der Aromapraxis werden die Eigenschaften des ätherischen Öls gezielt genutzt, da sie über den Geruchssinn mit Bereichen des Gehirns in Verbindung stehen, die an der Verarbeitung von Erinnerungen und Emotionen beteiligt sind.
Du möchtest mehr über Rosmarin erfahren? - Gerne kannst Du mich anschreiben, dann kann ich Dir sagen, wo und wann ich wieder einen Workshop gebe.
Denke daran: Bitte gehe achtsam mit dir selbst und den verwendeten Materialien um. Verwende außerdem nur Pflanzen und Materialien, die du sicher bestimmen und einschätzen kannst. Probiere Neues zunächst vorsichtig aus, denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf natürliche Inhaltsstoffe. Die Inhalte dienen der Inspiration und ersetzen keine fachliche Beratung, die Anwendung erfolgt auf eigene Verantwortung. Weitere Informationen findest Du auf meiner Website im Haftungsausschluss.