Ein wenig kaltes Wasser, ein Gefühl von kühler Meeresfrische am Morgen, wenn ich müde und verschlafen bin - und schon werde ich munter! Mein Geheimnis? Die Pfefferminz-Zitronen-Seife schenkt mir eine frische Brise auf meiner Haut, die Zitrusnoten verleihen der Seife einen hellen, sommerlichen Duft. Perfekt für den Start in den Tag, oder?
Mein eigenes Seifen-Rezept mit Pfefferminze
Das nehme ich für 1 Anwendung
1 Seife ~ 1 EL Mandel-Öl ~ ½ TL getrocknete Pfefferminze ~ ½ TL getrocknete Zitronenzesten ~ einige Tropfen ätherisches Pfefferminz-Öl ~ und ein kleines Lächeln, denn: Lächle – und die Welt lächelt zurück!
So entsteht meine Anwendung
[1] Die Seife raspeln und im Wasserbad langsam erwärmen, bis sie weich und formbar wird. [2] Pfefferminze, Zitronenzesten und Mandel-Öl untermischen. Hier entsteht der Charakter der Seife: Die Pfefferminze verleiht der Seife ihren frischen, kühlen Duft. Verantwortlich dafür ist vor allem das Menthol, das beim Waschen einen angenehmen Frischeeindruck auf der Haut hinterlässt. Die Zitronenzesten ergänzen die Minze mit feinen Zitrusnoten, während das Mandel-Öl die Seife geschmeidiger macht und die Hautpflege unterstützt. [3] Die Mischung bei Bedarf noch einmal kurz erwärmen, bis sie gut formbar ist, dann einige Tropfen ätherisches Pfefferminz-Öl einarbeiten. [4] Die Seifenmasse entweder mit feuchten Händen zu Kugeln formen oder in eine geeignete Seifenform füllen. [5] Die Seife vollständig auskühlen und aushärten lassen und … genieße den Moment!
So kannst Du meine Anwendung abwandeln
Ich liebe den Duft von Zitrone. Wenn ich kleine Seifenstücke herstelle, arbeite ich gerne einige Spritzer Zitronensaft ein. Da der Zitronensaft zusätzliches Wasser in die Seife bringt, verkürzt sich jedoch die Haltbarkeit und die Seife sollte innerhalb weniger Wochen verbraucht werden. Alternativ kannst Du auch einige Tropfen ätherisches Zitronen-Öl einarbeiten.
Mein Tipp
Handgemachte Pfefferminz-Zitronen-Seife ist nicht nur schön anzusehen, sie hat auch einen frischen und wohltuenden Duft, während das Menthol der Pfefferminze auf der Haut einen angenehm kühlen Frischeeindruck hinterlässt. Und sie ist schnell hergestellt und damit ein persönliches Mitbringsel für Freunde, Nachbarn, Familie oder Deinen Lieblingsmenschen. Für selbstgemachte Seifen eignen sich getrocknete Pfefferminzblätter besser als frische. Sie enthalten weniger pflanzliches Wasser als frische Blätter und verbessern die Haltbarkeit der Seife. Frische Blätter können zwar verwendet werden, die Seife sollte dann jedoch innerhalb weniger Wochen verbraucht werden.
Ich verwende für dieses Rezept gerne meine eigene Seife, da sie besonders pflegend ist. Je nach Rezeptur lässt sich Naturseife jedoch nicht immer leicht einschmelzen oder formen. Wenn Du dekorative Seifenformen herstellen möchtest, eignet sich eine Glycerinseifenbasis oft besser. Sie wird beim Erwärmen weich und lässt sich unkompliziert in Formen gießen oder zu kleinen Seifenstücken verarbeiten.
Hinweis: Qualität und Verträglichkeit der Zutaten beeinflussen das Ergebnis – wähle sie bewusst entsprechend Deiner persönlichen Verträglichkeit aus. Ätherisches Pfefferminz-Öl sparsam verwenden. Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden. Vor der ersten Anwendung einen Hautverträglichkeitstest durchführen. Die Seife trocken lagern. Dieses Rezept dient der Körperpflege und ersetzt keine medizinische Behandlung.
Wissenswertes
Als Pfefferminze die Seife eroberte
Seit dem 18. Jahrhundert, als Pfefferminz-Öl handelsüblich wurde und die Herstellung feiner Toilettenseifen zunahm, taucht Pfefferminze regelmäßig als Duftstoff in Seifen und Kosmetika auf. Seit dem 19. Jahrhundert gehörten Pfefferminz-Seifen in England zum Sortiment vieler Seifenmanufakturen wie der englischen Seifenfirma Pears Soap oder den Londoner Parfüm- und Seifenhäuser von Yardley und Piesse & Lubin. In Frankreich boten Parfümeure aus Grasse bereits im 19. Jahrhundert Seifen mit Pfefferminz-Öl an.
Die Fabrikation der Toilettenseifen
Im Zeitalter der industriellen Revolution entstanden zahlreiche Spezialhandbücher, die chemisches Wissen für die Produktion nutzbar machten. Die Seifen-Fabrikation. Handbuch für Praktiker / 1885 von Friedrich Wiltner steht in dieser Tradition und dokumentiert den Übergang von handwerklicher Seifensiederei zu standardisierter industrieller Fertigung. Das Werk behandelt die Herstellung von feinen und parfümierten Seifen, die zu Toiletten- und Kosmetikzwecken dienten. Das Buch diente Generationen von Technikern und Chemikern als Leitfaden zur Rationalisierung der Seifenproduktion. Heute wird es von Historikern und Sammlern industrieller Fachliteratur geschätzt, da es einen authentischen Einblick in die Produktionsmethoden und die chemische Terminologie des 19. Jahrhunderts bietet. In Bibliotheken und Archiven zählt es zu den Quellen der frühen Kosmetikindustrie.
Wie Kräuter wirken
Wie Pfefferminze in Seife wirkt
Die Blätter der Pfefferminze sind von zahlreichen Drüsenhaaren besetzt, in denen die Pflanze ihre ätherischen Öle speichert. Den größten Anteil bildet dabei das Menthol, ergänzt durch weitere Aromastoffe wie Menthon, Menthylacetat und geringe Mengen Cineol. Diese Öle prägen auch den charakteristischen Duft der Pfefferminze. Erst beim Zerreiben der Blätter, beim Einarbeiten des ätherischen Öls bzw. beim Kontakt mit Wasser und Wärme werden diese flüchtigen Aromastoffe freigesetzt. Das Menthol regt dabei die Kälterezeptoren der Haut an und erzeugt den typischen Frischeeindruck. Getrocknete Pfefferminzblätter können zusätzlich als dekorative Pflanzenbestandteile eingearbeitet werden. Ihre feinen Blattstrukturen und die verbliebenen ätherischen Öle verleihen der Seife einen botanischen Charakter und geben der Seife eine natürliche Struktur.
Du möchtest mehr über Pfefferminze erfahren? - Gerne kannst Du mich anschreiben, dann kann ich Dir sagen, wo und wann ich wieder einen Workshop gebe.
Denke daran: Bitte gehe achtsam mit dir selbst und den verwendeten Materialien um. Verwende außerdem nur Pflanzen und Materialien, die du sicher bestimmen und einschätzen kannst. Probiere Neues zunächst vorsichtig aus, denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf natürliche Inhaltsstoffe. Die Inhalte dienen der Inspiration und ersetzen keine fachliche Beratung, die Anwendung erfolgt auf eigene Verantwortung. Weitere Informationen findest Du auf meiner Website im Haftungsausschluss.