PFEFFERMINZE ~ Hugo selbstgemacht

PFEFFERMINZE ~ Hugo selbstgemacht

Der Sommer ist da, die Tage werden länger und draußen wird es immer wärmer. Du hast noch etwas Holunderblütensirup und eine Flasche Prosecco im Haus? Dann ist jetzt der richtige Moment für einen Hugo – leicht, spritzig und perfekt, um entspannt in den Feierabend zu starten. 

Kulinarik

Die Geschichte des Hugo
Mit den charakteristischen Minzblättern als Erkennungszeichen trat er seinen Siegeszug von dem Südtiroler Ort Naturns aus an und eroberte zunächst Italien, später weite Teile Europas und schließlich die internationale Barszene. Heute wird der Begriff „Hugo“ fast immer mit Holunderblütensirup verbunden. Die ursprüngliche Melissen-Version kennen vor allem noch Menschen aus Südtirol oder solche, die sich mit der Entstehungsgeschichte des Getränks beschäftigen. Als Erfinder des Hugo gilt der Barkeeper Roland Gruber aus Südtirol. Auf der Suche nach einer Alternative zum damals allgegenwärtigen Aperol Spritz entwickelte er ein neues Getränk aus Prosecco, Zitronenmelissensirup, Mineralwasser und frischer Minze. Ursprünglich wollte Gruber sein Getränk „Otto“ nennen. Freunde und Gäste konnten sich jedoch mit diesem Namen nicht anfreunden und überzeugten ihn schließlich, den Aperitif „Hugo“ zu nennen.

Wie der Holunder zum Hugo kam
Bereits 2006 bis 2008 verbreitete sich das Getränk weit über Südtirol hinaus. In vielen Bars außerhalb der Alpenregion war Melissensirup jedoch kaum erhältlich. Daher begannen ab etwa 2007/2008 zahlreiche Gastronomen, den deutlich leichter verfügbaren Holunderblütensirup zu verwenden. Spätestens um 2010 hatte sich die Holunderblüten-Variante im deutschsprachigen Raum weitgehend durchgesetzt. Die meisten Rezeptbücher, Zeitschriften und Getränkekarten nannten nun Holunderblütensirup als Standardzutat. Die Minzeblätter sind geblieben!

Mein eigenes Getränke-Rezept mit Pfefferminze

Das nehme ich für 1 Portion
Ein Weißwein-Glas  ~  2 cl Holundersirup  ~  10 cl Prosecco  ~  10 cl Mineralwasser  ~  2-3 Zweige Minze    1 Zitronenscheibe  ~  und ein kleines Lächeln  ~  denn:  Lächle – und die Welt lächelt zurück!

So entsteht mein Gericht
[1]  Den Holundersirup und auf Wunsch ein paar Eiswürfel in ein gut gekühltes Weinglas geben.  [2]  Den Prosecco langsam über einen Barlöffel eingießen, damit möglichst wenig Kohlensäure verloren geht.  [3]  Die Minz-Zweige vor dem Zugeben leicht andrücken, aber nicht zerquetschen. Dadurch werden die ätherischen Öle freigesetzt, ohne dass zu viele Bitterstoffe aus den Blättern in das Getränk gelangen und in das Glas geben.  Hier entsteht der Charakter des Getränks: Die Minze gibt ihre ätherischen Öle an das Getränk ab und sorgt für eine frische Kräuternote. Die feine Säure des Proseccos und die Kohlensäure des Mineralwassers lassen die Aromen leichter und lebendiger wirken.  [4]  Das Mineralwasser wie beim Prosecco mithilfe eines Barlöffels hinzufügen, damit die Kohlensäure erhalten bleibt.  [4]  Mit einer Zitronenscheibe garnieren,  gut gekühlt servieren und … Guten Appetit!

Hinweis: Qualität und Verträglichkeit der Zutaten beeinflussen das Ergebnis – wähle sie bewusst entsprechend Deiner persönlichen Verträglichkeit aus.

Wie Kräuter wirken

Warum Pfefferminze in Getränken so beliebt ist
Pfefferminze gehört zu den beliebtesten Kräutern für Getränke und Cocktails, da sie mehrere Sinne gleichzeitig anspricht. Ihre Blätter sind von zahlreichen Drüsenhaaren besetzt, in denen die Pflanze ihre ätherischen Öle speichert. Den größten Anteil bildet dabei das Menthol. Bereits beim Zerreiben oder leichten Andrücken der Blätter werden die ätherischen Öle freigesetzt. Die darin enthaltenen Aromastoffe sorgen für den charakteristischen Duft der Pfefferminze. Ihr frisches Aroma steigt unmittelbar in die Nase und wird besonders intensiv wahrgenommen. Gleichzeitig aktiviert das Menthol die Kälterezeptoren im Mundraum und erzeugt den für Pfefferminze typischen Frischeeindruck auf Zunge und Gaumen.
In Kombination mit Säure und Süße wirkt die Pfefferminze ausgleichend. Hinzu kommt, dass Pfefferminze geschmacklich mit vielen Zutaten harmoniert. Die frischen Kräuternoten passen besonders gut zu Zitrusfrüchten, Beeren, Äpfeln, Gurken, Holunderblüten und zahlreichen Gewürzen.
Auch die Kohlensäure von Mineralwasser, Prosecco oder Tonic unterstützt die Wahrnehmung der flüchtigen Duftstoffe. Sie transportiert die Aromen an die Nase und verstärkt den Eindruck von Frische. Kein Wunder also, dass Pfefferminze bis heute zu den beliebtesten Kräutern für Limonaden, Cocktails und sommerliche Aperitifs wie den Hugo oder Mojito gehört.

Du möchtest mehr über Pfefferminze erfahren? - Gerne kannst Du mich anschreiben, dann kann ich Dir sagen, wo und wann ich wieder einen Workshop gebe. 

Dazu eine Prosecco-Empfehlung von:
Weinzeche / Essen  ~  www.weinzeche.de

Der Prosecco „52“ Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG
vom Weingut Santa Margherita der Herita S.P.A. Venetien / Italien

Aus den Hügeln von Valdobbiadene, einer der traditionsreichsten Schaumweinregionen Italiens, stammt der „52“ Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG von Santa Margherita. Die Zahl 52 erinnert an das Jahr 1952, in dem die Familie Marzotto erstmals erfolgreich Schaumwein aus der traditionellen Glera-Traube nach der Martinotti-Methode erzeugte. Der Prosecco wird auch heute noch zu 100 Prozent aus der traditionellen Glera-Traube gekeltert und trägt die höchste Qualitätsstufe der Region, das DOCG-Siegel. Gleichzeitig verweist die 52 auf 52 ausgewählte Weinbergsparzellen, deren Trauben für diese Cuvée verwendet werden. Heute bewirtschaftet Santa Margherita einen Teil seiner Weinberge biologisch – in einer Region, in der dies noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.

Mit seiner feinen Perlage, seiner frischen Art und den hellen Fruchtaromen passt er hervorragend zu einem Hugo. Die floralen Noten des Holunders, die ätherischen Öle der Minze und die lebendige Säure des Proseccos verbinden sich zu einem Sommergetränk, das ebenso von den Weinbergen Norditaliens erzählt wie von einem entspannten Abend im Garten.

Denke daran: Ich erstelle und teste meine Rezepte mit viel Liebe und Sorgfalt, damit du sie nachkochen kannst. Aber ich kann keine Garantie dafür übernehmen, dass sie dir genauso gelingen, Jede Küche ist anders, deshalb sind alle Angaben nur Richtwerte, du kochst auf eigene Verantwortung. Bitte achte selbst auf Allergien, Unverträglichkeiten und einen hygienischen Umgang mit Lebensmitteln (vor allem bei Fleisch, Fisch & Eiern). Und: Dies ist keine Ernährungs- oder Gesundheitsberatung. Weitere Informationen findest Du auf meiner Homepage www.kontor-der-lydia.de bei den Rezepten im Haftungsausschluss.