Kaum eine andere Pflanze steht so sehr für die Geschichte des Fränkischen Apothekerlands wie die Minze mit ihrem unverwechselbaren Duft. An warmen Sommertagen liegt über den Feldern rund um Schwebheim der frische Duft von Pfefferminze und anderen Kräutern, die hier auf der fränkischen Trockenplatte seit Generationen angebaut werden. Vielleicht hast Du Glück und darfst mit Erlaubnis eines Bauern am Rand eines Minzefeldes zelten – der kühle Duft des Menthols zieht dann wie eine unsichtbare Brise über die Felder, begleitet das Zirpen der Grillen und macht die Sommernacht zu einem Erlebnis für alle Sinne.

Hier, zwischen Feldern voller Heil- und Gewürzpflanzen baut Wolfgang mit seiner Familie Pfefferminze an. Seit 1990 bewirtschaftet er den Hof nach den ökologischen Richtlinien von Naturland. Neben dem Kräuteranbau gehören auch Ackerbau und Milchviehhaltung zum Betrieb - hier dürfen die Kälber noch in den ersten Lebenswochen bei ihren Müttern bleiben. Beim Anbau der Pfefferminze stehen Bodenfruchtbarkeit, Artenvielfalt und ein respektvoller Umgang mit der Natur im Mittelpunkt. Als anerkannter Betrieb für Gewürzkräuter und Arzneipflanzen setzt Wolfang damit die lange Tradition des Fränkischen Apothekerlandes bis heute fort, deren Wurzeln bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen.

Wenn die Ernte zum Trocknen eingefahren ist, findet Wolfgang Zeit für seine zweite Leidenschaft: das Dichten und Schreiben. Geschichten wie „Rapunzel das Eichhörnchen“ oder „High-noon mit vier Gehörnten“ und Begebenheiten rund um den Hofalltag haben ihre Liebhaber gefunden, ob auf kleinen Bühnen, bei Lesungen oder als gelesener Advents-Kalender für Freunde.